Kolpingsfamilie Bonn-Poppelsdorf e.V.

Schulgeschichten vom Heiligen Kolping und dem kleinen Lord im Lutherjahr beim Oktoberfest mit Glühwein

Hat diese scheinbar chaotische Überschrift Sie neugierig gemacht? Sollte sie auch! Einige Veranstaltungen der kommenden Wochen wurden sinnlos zusammengefasst um Ihre Neugier zu wecken. Vielleicht spricht auch die Auflösung Sie an und die Neugier springt über auf die Themen und Veranstaltungen die dahinter stecken. Bitte fühlen Sie sich ganz herzlich eingeladen zu den Vorträgen und Abenden, kommen Sie einfach mal vorbei und verbringen einen Donnerstagabend einmal anders als gewohnt.
Waren Sie am 7. September dabei, als Regisseur Georg Divossen mit seinem neues Werk "Fräulein, wie geht das? - Bonner und Bönnsche Schulgeschichten aus der Volksschulzeit" im Pfarrsaal von St. Sebastian wieder einmal an bewährter Stelle Premiere feierte? Schulgeschichten kann Jede und Jeder erzählen und dazu gibt es am Donnerstag, 12. Oktober um 20:00 Uhr in der Alten Kaplanei, Sternenburgstr. 27, Gelegenheit. Erzählen Sie Ihre Anekdote aus „alter“ oder jüngerer Zeit, Ihre Streiche, Ihre Erlebnisse. Haben Sie noch alte Fotos, Bücher, Hefte, Fleißkärtchen oder Zeugnisse Ihrer Eltern, Großeltern oder von sich selbst? Bringen Sie sie mit und gestalten Sie den Abend mit. "Fräulein, wie geht das?“ - Einfach vorbeikommen und mitmachen! Das gilt auch für das kleine Oktoberfest mit Weißbier und Fleischkäsebrötchen am Donnerstag, 19. Oktober um 20:00 Uhr im Pfarrsaal, Sternenburgstraße 27. In gemütlicher Runde den Oktober feiern und sich über Gott und die Welt austauschen. Zwei Monate später wechselt das Bier zu Glühwein und der Fleischkäse zu Plätzchen. Beim Vorweihnachtlichen Filmabend am Donnerstag, 14. Dezember um 20.00 Uhr in der Alten Kaplanei, Sternenburgstr. 27 wird der Filmklassiker „Der kleine Lord“ gezeigt, der in vielen Familien zum Weihnachtsfest gehört wie die Kugeln im Baum. Die Geschichte des verbitterten, hartherzigen alten Mannes, dessen Herz durch die Liebe und Unbekümmertheit eines Kindes erweicht wird, ist auch 37 Jahre nach ihrer Fernsehpremiere immer wieder sehenswert. „Was hat uns das Lutherjahr gebracht?“ Diese Frage stellt unser Pastor Bernd Kemmerling am Donnerstag, 7. Dezember, um 20:00 Uhr in der Alten Kaplanei, Sternenburgstr. 27. Haben Sie eine Antwort? Hat das Lutherjahr bei Ihnen Spuren hinterlassen oder haben Sie es kaum wahrgenommen? Diskutieren Sie mit, wenn Sie möchten. Das gilt auch für einen weiteren Vortrag am Donnerstag, 30. November um 20:00 Uhr in der Alten Kaplanei, Sternenburgstr. 27 mit dem Titel: Der katholische Sozialreformer Adolph Kolping – ein Heiliger!? Sebastian Kron hat über dieses Thema eine Facharbeit geschrieben, sie ist Grundlage der Diskussion über die Frage, ob Adolph Kolpinger vom Seligen zum Heiligen „befördert“ wird und wenn ja, wann.
Hat der eine oder andere Programmpunkt Sie angesprochen? Dann notieren Sie sich den Termin am besten sofort im Kalender oder Smartphone und kommen einfach vorbei. Die Kolpingsfamilie Poppelsdorf freut sich über Ihr Kommen. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und offen für Alle. Das komplette Programm und weitere Informationen über die Kolpingsfamilie Poppelsdorf finden Sie auch im Internet unter www.kolping.poppelsdorf.de.
(Karl-Heinz Kron)


Neues Leben auf dem Michaelsberg
Kolpingsfamilie noch vor offizieller Eröffnung zu Gast im neuen KSI

Noch vor der Eröffnung des neuen Katholisch-Sozialen-Institutes auf dem Michaelsberg in Siegburg am 4. Mai durch Kardinal Rainer Maria Woelki und Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten 21 Männer und Frauen unserer Kolpingsfamilie Gelegenheit das Haus hautnah kennenzulernen. Das traditionelle religiöse Einkehrwochenende fand nach mehreren Jahrzehnten in Bad Honnef nunmehr nach dem Umzug des KSI am letzten Aprilwochenende erstmals in der ehemaligen Benediktinerabtei auf dem geschichtsträchtigen Michaelsberg statt. Nachdem die Teilnehmer am Tagungshaus des Erzbistums angekommen waren, galt es zunächst die doch extrem enge Zufahrt zur Tiefgarage zu bezwingen, was nicht Allen ohne Kratzer am Auto gelang. Auch die Ausfahrt schaffte kein Teilnehmer ohne Rangiermanöver. Was sich der Architekt dabei gedacht hat, hätten wir doch zu gerne gewusst. Deutlich großzügiger dann die Aufzüge aus der Ebene minus 5 bis zur Ebene 0, auf der sich die Rezeption befindet, die Loggien, Seminarräume, Zimmer und Flure. Hell und stimmungsvoll präsentiert sich das Gebäudeensemble, dass das historische Gebäude der ehemaligen Abtei mit dem modernen Anbau in Einklang bringt. Bis zu 169 Gästen finden in 51 Einzelzimmern, 44 Zweibettzimmern und 13 Komfortzimmern sowie vier behindertenfreundlichen Zimmern Platz. Alle Zimmer sind geschmackvoll nach heutigen Standards eingerichtet. Bei einem geführten Rundgang durch das ganze Haus konnten sich die Kolpinger einen Überblick über alle Räume in Alt- und Neubau verschaffen. Selbstverständlich durfte auch ein Blick in die fast 1.000-jährige Geschichte des Berges und der Abtei nicht fehlen. Nach dem Abendessen konnte die Gruppe dann ihren Referenten Redemptoristenpater Willi Beine begrüßen. Die Themen rankten sich, wie kann es in diesem Jahr anders sein, um Martin Luther, insbesondere um Luthers soli. Das lateinische Wort „solus“ heißt „allein“. In der Theologie Martin Luthers und in seiner Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche ist das Wort „solus“ in fünf Thesen von besonderer Bedeutung: Solus Deus (Gott allein), Solus Christus (Christus allein), Sola gratia (Allein aus Gnade), Sola fide (Allein durch den Glauben) und Sola scriptua (Allein durch die Schrift).

Nach einem geselligen Abend, einer ruhigen Nacht und einem Frühstück, das keine Wünsche offen ließ, feierten die Teilnehmer in der Krypta eine heilige Messe, in der Pater Beine nochmals auf Luthers „soli“ zu sprechen kam und besonders der Verstorbenen der Kolpingsfamilie gedacht wurde. In zwei weiteren Einheiten vor und nach dem Mittagessen wurde das Thema nochmals vertieft.

Von 1952 bis Anfang diesen Jahres war das KSI in Bad Honnef beheimatet, seit 1996 in dem heute bestehenden Gebäudekomplex, dessen Zukunft noch ungewiss ist. Die Entscheidung, den Michaels- berg als geistliches Zentrum zu erhalten, war sicher gut und richtig und die 41 Millionen Euro für den Um- und Neubau gut investiert. Die jährlich über 21.000 Gäste und die sechs indischen Mönche der Unbeschuhten Karmeliten werden diese Haus mit Leben füllen ganz nach dem 70 Jahre alten Leitsatz des KSI und dem Wappenspruch seines Gründers, Josef Kardinal Frings: „Für die Menschen bestellt“

(Karl-Heinz Kron)


Neuer Vorstand bei Kolping

Bei ihrer Generalversammlung hat die Kolpingsfamilie Poppelsdorf im Juni einen neuen Vorstand gewählt. In ihren Ämtern bestätigt wurden der Vorsitzende Heinz Struchhold, Präses Pastor Kemmerling, Schriftführer Wolfgang Bongartz (gleichzeitig auch „Beauftragter Kolpingjugend“), Kassierer Jürgen Walbröl, Beauftragte für die Seniorenarbeit Renate Zierke, Verantwortliche für den Bereich Familie Ursula Klag, Verantwortlicher für den Bereich Öffentlichkeitsarbeit Karl-Heinz Kron sowie Beisitzer Johannes Langel. Nach zweijähriger Vakanz konnte das Amt des stellvertretender Vorsitzender wieder besetzt werde. Wolfgang Dahlhausen hatte sich bereit erklärt, für dieses Amt zu kandidieren und wurde einstimmig von der Versammlung gewählt. Neu gewählt als Vertreter der Kolpingjugend wurde Sebastian Kron, der gleichzeitig auch die Leitung der Kolpingjugendgruppe der bis zu 9 bis 14-jährigen Kindern und Jugendlichen („Einstieg nach der Erstkommunion) übernommen hat. Als Präsident der Närrischen Gesellen ist Dr. Gerd Feldhaus im Vorstand. 


Samba Olympia

Die Närrischen Gesellen der Kolpingsfamilie haben bereits intensiv mit den Planungen für die neue, sehr kurze Session 2015/2016 begonnen. Das Motto lautet „Samba Olympia“ und hat damit die Olympischen Spiele in Brasilien im kommenden Jahr im Fokus. Schultheiß Karl-Heinz Kron und seine Mitstreiter vor und hinter den Kulissen freuen sich schon sehr auf das Motto, das viele Möglichkeiten für die Vorträge und die Saaldekoration eröffnet. Die Sitzungen finden schon am Freitag 29. und 30. Januar 2016 im Pfarrsaal statt. Bitte notieren Sie sich schon jetzt den Termin.


Der Stiefelweitwurf war der Renner

Wie weit kann man einen Gummistiefel der Größe 45 werfen, welche Technik ist dabei die beste und kann man es schaffen, daß der Stiefel bei der Landung steht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die Kolpingjugend beim traditionellen Familientreff der Kolpingsfamilie am 1. Mai auf dem Kreuzberg. Beinahe wären diese weltbewegenden Fragen unbeantwortet geblieben, denn am Vortag hatte Petrus den Regenhahn ganz kräftig aufgedreht. Zu Beginn des Wonnemonats hatte der Mann, der im Himmel für das Wetter verantwortlich zeichnet, dann aber ein Einsehen, zumindest was den Regenhahn angeht. Der blieb nämlich zu und die Sonne gewann gegen Mittag den Kampf gegen die Wolken. So konnten die Kolpinger zu Beginn des Familientreffs wie gewohnt eine Messe unter freiem Himmel feiern. Präses Dechant Bernd Kemmerling zelebrierte zusammen mit Diakon Paul Kirschner die Messe. Der Pastor hatte eine schöne, einprägsame Geschichte aus dem farbenprächtigen Land Coloris mitgebracht, in dem es vor langer Zeit wunderschöne bunte Pilze gab. Eines Tages jedoch erschien ein fremder, ganz in grau gekleideter Mann. Er hatte Samen von köstlich schmeckenden grauen Pilzen mitgebracht. Die Menschen in Coloris waren begeistert von diesen Früchten und bald wuchsen in ihren Gärten nur noch diese grauen Pilze. Aber nicht nur alles Bunte verschwand aus ihrem Gärten, sondern auch die Fröhlichkeit und Freundlichkeit, mit der die Menschen bis dahin einander begegneten. Alles erschien grau in grau - ja bis.... bis eines Tages ein den Leuten von Coloris längst in Vergessenheit geratener, unbekannter Mann in sein Land zurückkehrte. Er schenkte den Menschen, die nur noch mit den grauen Pilzen beschäftigt waren, wieder Farbe - machte das Leben wieder bunt und schön.
Bunt und schön war auch der Familientag. Nach der Messe stand der große Grill für die mitgebrachten Steaks und Würstchen bereit. Dann endlich konnten die Fragen zum gelben Gummistiefel beantwortet werden. Beim Werfen der Stiefel hatte die Jugend soviel Spaß, das auch einige Mütter und Väter angelockt wurden und Gefallen am Stiefelweitwurf fanden. 14 Meter war der Rekord bei den Jugendlichen, 17 Meter bei den Erwachsenen, die Wurftechnik spielte dabei keine Rolle und tatsächlich blieb nach dem einen oder anderen Wurf der Stiefel auf der Wiese stehen. Man muss kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass auch im nächsten Jahr der Stiefelweitwurf wieder ein fester Bestandteil des Kolping-Familientreffs auf dem Kreuzberg sein wird.

Karl-Heinz Kron


Wilder Westen – völlig jeck

Bei den Sitzungen der Närrischen Gesellen verwandelte sich der Pfarrsaal in eine Saloon. Was hat „Jingle Bells“ auf einer Karnevalssitzung zu suchen? Vor allem, wenn sich der ganze Abend nur um den Wilden Westen drehte? Denn bei den Närrischen gesellen der Kolpingsfamilie Poppelsdorf lautete das Motto an zwei Abenden im Pfarrsaal „Cowboys, Kolping und Prärie - Fastelovend wie noch nie“.
Es waren die Sebastianflöhe mit Flora Christ, Severin Hütte, Dominik Molkow, Franziska Molkow, Carla Fetsch, Laura Fetsch und Janne Spallek, die mit weihnachtlicher Musik für Verwirrung sorgten. Aber nicht lange, dann kamen sie zu „Cowboy Bill“ und seinem Lasso. Mit dem hatten Schultheiß Karl-Heinz Kron und sein Elferrat – alle im Westernlook – Johanna Grönewald eingefangen, die als Botin vom Ponyexpress die Machenschaften der hohen Politik aufs Korn nahm, frei nacht dem Motto „Wer früher stirbt, ist länger arm“. Dann haute Snowhouse rein mit „Bonanza“ und „Alaaf, mer fiere Karneval“. Die Besetzung: Ise Glade (Trompete), Sebastian Grube (Keyboard), Clemens Hütte (Zugposaune), ), Tobias Stoll , David Bongartz und Sebastian Kron (E-Gitarre), Tobias Kron (Cajon), Robert Stoll (Schlagzeug) und Dr. Martin Glade (Leitung). Die Jugendlichen wollen die Gemeinde übrigens in diesem Jahr noch überraschen, und zwar vor der nächsten Session.
„Ich bin schlang, nicht krank“, machte Diakon Paul Kirschner selbstbewusst auf seine purzelnden Pfunde aufmerksam und bewies viel Witz als „ne Visitierte“. Nicht wegzudenken Spökes, die mit ihren Songs schon auf vielen Karnevalsbühnen Bonns zu Hause sind. Im Pfarrsaal spielten sie „Pirate“, „Kölsche Junge“ und „Superjeile Zick“ - Vanessa Weber (Bass), Tobias Siebigteroth (Gesang), Christian Struchhold (Keyboard), Frederik Struchhold (Gitarre) und Christian Dernbach (Schlagzeug).
Die Hippies der Survivers sangen mehrstimmig „We are family“ und „Dancing Queen“, ein Projektchor unter der Leitung von Isabel Plate und Luci Ruland-Freund. Ebenfalls neu auf der Bühne waren die Wild Girls Katharina Bornemann, Ise Glade, Elisabeth Hütte, Margarethe Hütte, Katharina Molkow, Rebecca Stier, Maja Szwedowski und Johanna Grönewald (Idee und Choreographie). Sie lieferten Showtanz zu „Cotton Eye Joe“. Das machten auch die sechs glorreichen Halunken, ließen aber – weil sie nun mal keine jungen Hüpfer sind – das Lied etwas langsamer ablaufen. Dieses bewährte Männerballett bezirzte in seinen von Mechthild Feldhaus entworfenen bunten Saloon-Kleidern, Uta Roth hatte den Jungs die Schritte beigebracht und wie man den Rock hoch wirft. Neu in der Runde mit Michael Bornemann, Markus Dockter, Dr. Gerd Feldhaus, Frank Platvoet und Roland Stoll war Klaus Pott.
„Kein Anschluss unter dieser Nummer“ hieß es bei den Rauchzeichen von Sebastian und Tobias Kron, als Winnetou und Old Shatterhand in der Bütt. Da konnt die Münchener Sängerin Irmhilde Gemein-Mentz nur noch singen: „Da sprach der alte Häuptling der Indianer“. Bevor die Saloon-Party mit Musik der Borsalino-Band (Hermann und Günther Besseler) begann, holten die vier Flotten Christiane Bock, Eberhard Bachem, Richard Bongartz und Klaus Pott noch mal das Lasso raus, und Gesellenpräsident Dr. Gerd Feldhaus schmiss den Elferrat von der Bühne ins Getümmel.
Alle Akteure freuten sich über den von Hans-Josef Eulentrop entworfenen Orden. Dank Wolfgang Bongartz und seinem Küchenteam sowie allen weiteren Helfern gingen alle Gäste am Ende satt, zufrieden und müde nach Hause.

Richard Bongartz